Brüssel - Österreich kämpft auf EU-Ebene gegen eine Verschärfung der Kreditbestimmungen, die auf internationaler Ebene derzeit diskutiert wird ("Basel II Abkommen"). Staatssekretärin Mares Rossmann wies am Mittwoch am Rande des EU-Industrieministerrates in Brüssel vor Journalisten darauf hin, dass sich Kredite für heimische Klein- und Mittelbetriebe, insbesondere im Fremdenverkehr, um vier bis fünf Prozentpunkte verteuern würden, sollten die neuen Bestimmungen wie geplant beschlossen werden. Dabei geht es insbesondere um eine strengere Prüfung der Bonität von Unternehmen.Resonanz auf Österreichs Vorstoß für Sicherheitsstandards Auf Initiative Österreichs, so Rossmann, sei die EU-Kommission nun beauftragt worden, eine Studie über die Auswirkungen der neuen Regelungen zu erstellen. Rossmann hofft, dass die EU-Finanzminister die Bestimmung noch zu Fall bringen. Wenig Resonanz gab es laut Rossmann im gestrigen EU-Rat der Industrieminister hingegen auf ihren Vorstoß für gemeinsame Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke. Einzig Irlands Vertreter habe Österreichs Ansatz unterstützt, die anderen Mitgliedsländer hätten keinen Kommentar abgegeben. Es habe sich gezeigt, "dass die Atomlobby sehr dominiert", sagte Rossmann. Das von Österreich gegen osteuropäische Staaten verhängte Stromimportverbot sei in der EU, auch auf Beamtenebene, kein Thema gewesen, so Rossmann auf eine Frage. (APA)