Der Teufel steckt manchmal im Detail: Wie die Dinosaurier beim Laufen atmeten, war bislang ein ungelöstes (und auch weithin unbeachtetes) Rätsel. Heutige Echsen müssen zum Luftholen nämlich stehen bleiben: Die Muskelgruppe, mit der sie ihre Rippen zum Atmen bewegen, ist dieselbe, mit der sie den Körper im Lauf drehen. Alligatoren geben jedoch einen Hinweis darauf, wie es einstmals auch die Dinosaurier gemacht haben könnten: Forscher an der Universität von Utah haben zu diesem Zweck Alligatoren an Laufbändern trainiert, wie Environmental News Network berichtet. Dabei stellten sie fest, dass die Tiere durch spezielle Muskeln ihr Schambein nach unten bewegen und auf diese Weise ihre Lungen erweitern. Die beweglichen Beckenknochen werden für ein evolutionäres Relikt gehalten, weil Alligatoren von ihrem Jagdverhalten her ja auf Lauern und nicht auf Hetzen angelegt sind. Die Fähigkeit zu laufen und gleichzeitig zu atmen ist für sie heute also eigentlich von keinem Nutzen mehr. Von Vögeln ist ein solch beweglicher Knochenapparat bereits bekannt. Die Forscher schließen nun daraus, dass er bereits in der gemeinsamen Vergangenheit der Vogel- und Krokodilvorfahren vorhanden gewesen sein muss - und damit könnten auch ihre in dieser Zeit lebenden "Cousins", die Dinosaurier, über einen derartigen Apparat verfügt haben. Das moderne Bild vom flinken, aktiven Dinosaurier ist somit wieder um ein Stückchen realistischer geworden. (red)