Brüssel - Die EU-Justiz- und Innenminister beraten am Donnerstag in Brüssel über die Verabschiedung eines Aktionspakets gegen den Terrorismus. Kern ist die Einführung eines europäischen Haftbefehls, mit dem die Auslieferung von Straftätern unter den EU- Staaten schneller und einfacher gemacht werden soll. Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi zeigte sich bis zuletzt ablehnend gegen diese Maßnahme.Überstellung innerhalb von 60 Tagen Diplomaten in Brüssel gaben sich aber zuversichtlich, dass die Minister die Einführung des Haftbefehls beschließen werden. Der Haftbefehl soll für 32 Straftaten gelten, darunter auch Terrorismus. Umstritten ist beispielsweise aber noch, bei welchen Straftaten die Mitgliedstaaten zur Überstellung einer gesuchten Person innerhalb von 60 Tagen verpflichtet werden sollen. Zu den weiteren Themen des zweitägigen Treffens gehören die Harmonisierung des Strafrechts, Standards für die Anerkennung des Flüchtlingsstatus, der gemeinsame Schutz der EU-Außengrenzen und die Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern. (APA/ag.)