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Foto: ReuterS/Juda Ngwenya
Kairo - Libyens Präsident Muammar Gaddafi hat eine Kampagne gestartet, um weitere Massaker an den von der Nord-Allianz belagerten arabischen Taliban-Kämpfern in Afghanistan zu verhindern. Ziel der Kampagne sei es, ein zweites Blutbad wie in Mazar-i-Sharif zu verhindern, sagte Gaddafi der arabischen Tageszeitung "Al-Hayat" (Donnerstagausgabe). Bei der Niederschlagung einer Gefangenenrevolte ausländischer Talibankämpfer in der Nähe der nordafghanischen Stadt waren Ende November bis zu 600 Menschen getötet worden. Gaddafi sagte, er habe bei seinem Bemühen um internationale Unterstützung für seine Kampagne unter anderem den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, den früheren sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow und Südafrikas Ex-Präsidenten Nelson Mandela kontaktiert. Sie alle hätten seine Initiative begrüßt. Er wolle sich außerdem für die Einrichtung von Gefangenenlagern für die "arabischen Afghanen" einsetzen, um so die Überführung in ihre Heimatstaaten zu erleichtern. Gaddafi will laut "Al-Hayat" am Freitag nach Islamabad reisen, um dort mit dem pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf und Vertretern des Roten Kreuzes über konkrete Maßnahmen zu sprechen. Er habe außerdem Kontakt mit dem politischen Führer der Nordallianz, Burhanuddin Rabbani, aufgenommen. Derzeit befinden sich nach Angaben der Zeitung noch zwischen 20.000 und 25.000 arabische Kämpfer in Afghanistan. (APA/dpa)