Sarajewo - Die Spannungen in der südbosnischen Stadt Stolac wegen des Baus einer Moschee und der Rückkehr der vertriebenen Moslems dauern an. Am Mittwochabend wurden neue Zwischenfälle registriert, an denen 30 kroatische und moslemische Extremisten teilgenommen haben. Der Sprecher der UNO-Mission in Sarajewo, Stefo Lehmann, sagte am Donnerstag, es habe keine Verletzten gegeben. Schon am Montag war es zu Zusammenstößen zwischen nationalistisch eingestellten katholischen Kroaten und bosnischen Moslems gekommen, nachdem Unbekannte den Zaun um die Moschee-Baustelle beschädigt hatten. Darauf hatte die von der NATO angeführte Stabilisierungstruppe SFOR ihre Präsenz in dem Gebiet verstärkt. Moslems und Kroatien hatten sich im bosnischen Krieg (1992 bis 1995) bekämpft. Die Kroaten übernahmen damals die Kontrolle über den südlichen, südwestlichen und zentralen Teil Bosnien-Herzegowinas und vertrieben die meisten Moslems. (APA/dpa)