Ankara - Mit einem Aktionstag wollen Gewerkschafterinnen in der Türkei gegen das "Hosenverbot" im öffentlichen Dienst protestieren. Besonders in den Wintermonaten sei es unzumutbar, dass Frauen "in schlecht beheizten Schulen und Arbeitsräumen" zum Tragen von Röcken "verurteilt" seien, argumentieren die Frauen im Dachverband der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes (KESK). Für Freitag haben sie deshalb ihre Leidensgenossinnen dazu aufgerufen, in "gebügelten Stoffhosen" am Arbeitsplatz zu erscheinen. Mit dem Protest wollen sie erreichen, dass die aus dem Jahr 1982 stammende Bekleidungsvorschrift geändert wird. Die Aktion ist Teil einer Kampagne gegen die Diskriminierung von Frauen im öffentlichen Dienst. Gefordert werden unter anderem Chancengleichheit bei Einstellungen und Beförderungen, ein einjähriger Mutterschaftsurlaub sowie Hortplätze auch in kleinen Verwaltungseinheiten. Etwa ein Drittel der nahezu zwei Millionen Staatsdiener in der Türkei sind Frauen. (APA/dpa)