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Der Dalai Lama im Gespräch mit Desmond Tutu

Foto: Reuters
Oslo - 30 Träger des Friedensnobelpreises haben am Donnerstag in Oslo Strategien zur Konfliktlösung im 21. Jahrhundert diskutiert. Zum Auftakt des dreitägigen Treffens unmittelbar vor der Vergabe des diesjährigen Nobelpreises an die UNO und ihren Generalsekretär Kofi Annan aus Anlass des 100. Jahrestages der ersten Preisverleihung am 10. Dezember 1901 forderte der südkoreanische Präsident Kim Dae Jung, den weltweiten Abstand zwischen Armen und Reichen als entscheidende Ursache für Krieg und Terrorismus zu bekämpfen. Neben Kim, der den Friedensnobelpreis im vergangenen Jahr erhalten hatte, beteiligten sich unter anderem der polnische Ex-Präsident Lech Walesa (Preis 1983), der brasilianische Menschenrechtler Adolf Perez Esquivel (1980) und der Chef der nordirische Regierungschef David Trimble (1998) an der Diskussion. Das Osloer Nobel-Institut hatte alle lebenden Preisträger sowie Vertreter von mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Organisationen aus Anlass des 100. Jahrestages in die norwegische Hauptstadt eingeladen. Absagen Wegen der akuten Krise in Nahost blieben Palästinenserpräsident Yasser Arafat und der israelische Außenminister Shimon Peres (gemeinsam 1994) dem Treffen entgegen ursprünglichen Zusagen fern. Kurzfristig absagen mussten wegen Krankheit der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow (1990) sowie wegen der Ermordung seiner Ex-Frau am Mittwoch der frühere südafrikanische Präsident Frederik Willem de Klerk (1993). Als einzige Träger des Friedenspreises von Beginn an abgesagt hatten der mit de Klerk gemeinsam ausgezeichnete Ex-Präsident von Südafrika, Nelson Mandela, sowie der frühere US-Außenminister Henry Kissinger (1973). Als "außerordentlich bedauerlich" bezeichnete der Vorsitzende des Nobel-Komitees, Gunnar Berge, dass die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi (1991) wegen des vom Militärregime weiter gegen sie aufrecht erhaltenen Hausarrests an der Reise nach Oslo gehindert worden sei. (APA/dpa)