Wien - Auf den Briefmarken gilt der Schilling länger, nämlich bis zum 30. Juni 2002. Bis dahin können noch Marken verwendet werden, die mit Schilling gekauft wurden und auf denen ein Schillingpreis aufgedruckt ist - im Geldverkehr endet die Gültigkeit des Schilling am 28. Februar.Alte Briefmarken können in den Postämtern umgetauscht werden (bis Ende Juni kostenlos, ein Rückkauf wird nicht angeboten). Sie können aber auch zusammen mit neu gekauften Euromarken verwendet werden - nur der Preis muss stimmen. Das heißt: Ein normaler Brief muss mit 51 Cent (sieben Schilling) frankiert sein, ein schwerer oder größerer mit 85 Cent (acht Schilling). Auch wenn künftig auf österreichischen, französischen, italienischen oder belgischen Marken der Preis in gleicher Währung aufscheint - verwendet werden dürfen nur die jeweils heimischen Marken. Der Grund ist einfach: die Posttarife sind unterschiedlich, die wechselseitige Verrechnung wäre zu kompliziert. Die Postler legen heuer übrigens eine Weihnachtssonderschicht ein: Briefe und Pakete werden auch am Samstag, den 22. Dezember, zugestellt; an den üblicherweise samstags geöffneten Postämtern können an diesem Tag auch Pakete abgeholt werden. Für Weihnachtspakete, die ins Ausland gehen sollen, ist es bereits höchste Zeit, sie aufzugeben. (red, DER STANDARD Print-Ausgabe 7/8/9.11.2001)