Der designierte Chef des Axel Springer Verlages , Mathias Döpfner, will mit dem Internet künftig Geld verdienen. Zum Auftakt sollen die Inhalte des Internet-Flaggschiffs Bild.de kostenpflichtig gemacht werden, berichtet das "Handelsblatt" . Erst vor kurzem hatte der Springer Verlag bekannt gegeben, dass die Redaktionen und Verlage der Tageszeitungen "Die Welt" und "Berliner Morgenpost" aus Spargründen zusammengelegt werden. Schrittweise Der Abschied vom kostenlosen Internet-Portal Bild.de soll laut dem Zeitungsbericht in zwei Schritten vollzogen werden. Zuerst würden nur für Teile des Angebotes wie exklusive Interviews und Spiele Gebühren verlangt. Im zweiten Schritt soll dann eine monatliche Grundgebühr eingehoben werden. Als Zeitrahmen für die Umsetzung diesen Plan sei ein Jahr veranschlagt. Trendsetter? Man diene gerne als "Trendsetter am Markt", kommentierte Döpfner die Neuorientierung im Internet-Geschäft, die bereits mit T-Online-Chef Thomas Holtrop abgesprochen sein soll. Bild.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Springer und T-Online, Europas größtem Internet-Provider. Zahlreiche Medienunternehmen sind mit ihren Web-Auftritten unter Druck geraten, da die Einnahmen auf dem Online-Werbemarkt oft nicht ausreichen, um diese zu finanzieren. So wurden erst vor kurzem Pläne des Internet-Portals Yahoo bekannt, Teile seiner Inhalte künftig kostenpflichtig anzubieten. (pte)