München - Entgegen weit verbreiteten Ängsten gefährden schwangere Frauen mit der Einnahme bestimmter Schmerzmittel nicht die Gesundheit des ungeborenen Kindes. Fehlbildungen oder ein reduziertes Körpergewicht sind nicht häufiger als bei Kindern von Frauen, die etwa so genannte nichtsteroidale Antirheumatika nicht benötigen, wie die Deutsche Gesellschaft für Neurologie in München unter Berufung auf eine dänische Studie berichtet. Die Wissenschafter hatten bei rund 18.500 Frauen überprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme dieser Schmerzmittel und gesundheitlichen Störungen der Kinder gibt. Doch sowohl bei Fehlbildung als auch bei niedrigem Geburtsgewicht und Frühgeburt konnten die Mediziner keine Unterschiede zwischen Frauen mit und solchen ohne Medikamenteneinnahme feststellen. Nur die Zahl der Fehlgeburten war in der Schmerzmittelgruppe etwas erhöht. Allerdings konnten die Forscher nicht überprüfen, ob die Schwangeren die Medikamente regelmäßig oder nur bei Bedarf eingenommen hatten. (APA)