Baierbrunn - Einen geregelten Schlaf müssen Neugeborenewie so vieles andere in ihrem gerade begonnenen Leben erst lernen.Deshalb ist ein unregelmäßiges Schlafmuster in den ersten Monatenkein Grund zur Sorge. Andererseits hat es auch nichts mitLieblosigkeit zu tun, auf das schreiende oder quengelnde Baby ersteinmal nicht zu reagieren, wie die Zeitschrift "Baby und die erstenLebensjahre" betont. Demnach kommen Neugeborene mit einem Schlafmuster zur Welt, dasvon dem ihrer Eltern völlig verschieden ist - häufig sehr zu derenLeidwesen. Während Erwachsene etwa drei bis fünf Schlafphasen proNacht haben, in denen ihr Hirn besonders aktiv ist, so dass sieleicht aufweckbar sind, machen solche Phasen bei Säuglingen noch etwa60 Prozent des gesamten Schlafes aus. Deshalb wachen sie auch immerwieder auf und beginnen nicht selten zu schreien. Meist schlafen sieaber kurz darauf auch wieder ein. Eckardt Trowitzsch, Chefarzt eines Kinderschlaflabors inWitten/Herdecke, rät deshalb, nicht immer gleich beim ersten Piepsdes Babys zu reagieren. Nimmt man das Kind sofort hoch, wacht esnämlich erst richtig auf. Bereits mit sechs Monaten nähert sich derSchlafrhythmus dem eines Erwachsenen an, wie der Experte beruhigendhinzufügt. Bis dahin allerdings müssten fast alle jungen Eltern vielGeduld aufbringen. (APA)