Wien - Die Wiener FPÖ hat am Freitag als einzige Rathaus-Fraktion im Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats gegen die neue Wiener Wirtschaftsförderung in der Höhe von 48,4 Mill. Euro (666,2 Mill. S) gestimmt. Finanzstadtrat Sepp Rieder bezeichnete dies in einer Aussendung als "grotesk". Das Verhalten der FPÖ schädige den Wirtschaftsstandort Wien. FP-Stadtrat Eduard Schock wies dies zurück. Er kritisierte, dass das Fördervolumen in Wahrheit fast um die Hälfte gekürzt werde. Rieder betonte, dass mit dem am Dienstag vorgestellten Programm so viele Mittel wie noch nie für die Wiener Wirtschaft zur Verfügung stehen würden. Trotzdem habe die FP dagegen gestimmt, und damit "gegen die Wiener Wirtschaft, gegen Wiener Arbeitnehmer und gegen eine offensive Wiener Technologiepolitik". Für Schock kommen die 48,4 Mill. Euro dagegen nur durch den Abbau von alten Förderanträgen beim Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) zustande. In den Folgejahren sinke die Wirtschaftsförderung dann "ziemlich drastisch" um fast die Hälfte. Es gebe eine Halbierung bei der Unternehmensgründungsaktion und den Nahversorgern, und die Innovationsförderung werde überhaupt komplett eingestellt. Schock: "Wären die Förderungen gleich geblieben, hätten wir dafür gestimmt." (APA)