Wien - Am 19. Dezember findet das nächste vorprogrammierte Kinogroßereignis statt: Der erste Teil der "Herr der Ringe"-Trilogie "Die Gefährten" kommt in einer weltweit konzertierten Aktion an einem (für Österreich unüblichen) Mittwoch in die Kinos. In Österreich startet der Film mit rund 120 Kopien, schilderte Ingeborg König von Warner Bros. Österreich. "Einige österreichische Kinos", so König, setzen die erste Vorstellung sogar schon um 0.01 Uhr an. Die in Neuseeland unter Regisseur Peter Jackson gedrehte "Ring"-Trilogie wurde mit gewaltigem Aufwand umgesetzt. Die angegebene Höhe der Produktionskosten wuchs stetig, zuletzt kursierten umgerechnet 4,63 Milliarden Schilling als Gesamtbudget. Die größte Besonderheit der Verfilmung: Alle drei Teile wurden in eineinhalb Jahren am Stück gedreht. Die Fortsetzungen kommen im Einjahresabstand in die Kinos, im Dezember 2002 folgt "Die zwei Türme", im Dezember 2003 "Die Rückkehr des Königs". Ausstattungsschlacht Über 20.000 Gegenstände, darunter 900 Rüstungen, 100 spezielle Waffen, 1.600 Paar Hobbitfüße, Elbenohren und Ähnliches sowie 300 geknüpfte Perücken wurden in Handarbeit für den Film hergestellt, beschreibt die Film-Website. Neben hunderten Statisten und 250 Pferden für die Kampfszenen wurde auch eine Kerngruppe von 70 Pferde eigens für den Film ausgebildet, die die Gefährten durch "Mittelerde" tragen. 150 Handwerker stellten Sets oft in unterschiedlicher Größe her, um den verschiedenen Maßstäben der Völker von "Mittelerde" zu entsprechen. In den Hauptrollen werden Elijah Wood (Frodo Beutlin), Billy Boyd (Pippin), Dominic Monaghan (Merry), Sean Astin (Sam), Ian McKellen (Gandalf) und Ian Holm (Bilbo Beutlin) Frodos Abenteuer in "Mittelerde", dem von Tolkien erschaffenen Fantasy-Reich, auf die Kinoleinwand bringen. Prominent besetzt sind die Nebenrollen: Cate Blanchett (Galadriel) wurde soeben von der Vereinigung der amerikanischen Filmkritiker und -wissenschafter ("National Board of Review") als beste Nebendarstellerin gekürt. Weiters treten Christopher Lee als Saruman und Liv Tyler als Arwen auf. ... mit kleinen (sehr kleinen) Detailfehlern Die Fans oszillieren zwischen erwartungsvoller Vorfreude und heftigem Unwohlsein: Diskussionen auf Dutzenden Fan-Sites im Internet widmen sich mit fast religiösem Eifer den kleinsten Adaptionen oder Veränderungen, die der Film am Buch-Original vornimmt. Unter "http://www2.tolkienonline.com/ movies/changes_index.cfm" findet sich eine Liste aller noch so kleinen Details. So wird moniert, dass Frodo einmal buchlesend zu sehen ist oder Gandalf sich den Kopf stößt, ohne dass entsprechende Szenen bei Tolkien zu finden sind. Diese nehme Szenen, "die Tolkien wirklich geschrieben hat, Film-Zeit weg", monieren die "Ring"-Experten. Ob das Filmepos die Herzen der Fans gewinnen und in der Film-Oberliga neben der Star Wars-Saga spielen kann, zeigt sich nach dem 19.12. (APA)