Journalisten in der Ukraine dürfen sich ab sofort mit Gummigeschossen verteidigen. Ein entsprechendes Dekret des Innenministeriums trat am Freitag in Kraft, wie ein Ministeriumssprecher in Kiew mitteilte. Die Entscheidung sei eine Reaktion auf die Gefahren, denen Medienvertreter in der ehemaligen Sowjetrepublik ausgesetzt sind. Journalisten dürfen demnach zur Selbstverteidigung Pistolen mit Gummi-ummantelter Munition tragen und verwenden. Waffenscheine werden jedoch nur an jene Journalisten ausgegeben, die Drohungen erhalten haben. Journalisten sind in der Ukraine häufig Ziel von politisch motivierten Gewalttaten. Im vergangenen Jahr hatte der Mord an dem oppositionellen Publizisten Georgy Gongadze für Schlagzeilen gesorgt, in den auch Präsident Leonid Kutschma verwickelt gewesen sein soll. (APA)