Die Übernahme des PC-Herstellers Compaq durch den Computerkonzern Hewlett-Packard droht am Widerstand der Familien der HP-Firmengründer zu scheitern. Die einflussreichen Nachkommen der Gründer William Hewlett und David Packard, die zusammen rund 18 Prozent der Aktien kontrollieren, lehnen das Geschäft geschlossen ab. Familienstiftung dagegen Zuletzt entschied sich auch die Familienstiftung der Packard-Familie, der größte HP-Einzelaktionär, am Freitag gegen die Übernahme von Compaq. Die Ablehnung der Geschäfts durch die mächtigen Familien der Firmengründer könnte nach Ansicht von Analysten die Stimmung anderer Investoren entscheidend beeinflussen. "Das Geschäft ist gestorben", sagte Doug Johanson von der Anlagefirma Vista Capital Partners der Agentur Bloomberg. Enttäuschung HP und Compaq zeigten sich in einer gemeinsamen Erklärung enttäuscht über die Entscheidung der Packard-Stiftung und bekräftigten die Entschlossenheit, an der Transaktion festzuhalten. Die Fusion werde "Branchenführung und Gewinnwachstum bringen". Sie wollen weiter versuchen, die breite Anleger-Basis von den Vorteilen eines Zusammengehens zu überzeugen. Die Unternehmen hatten für den Fall der Fusion Einsparungen von rund 2 Milliarden Dollar (2,25 Milliarden Euro/31 Milliarden Schilling) im Geschäftsjahr 2003 und den Abbau von 15.000 Stellen angekündigt. (APA)