Jerusalem - Die israelische Regierung hat die Forderung der Europäischen Union an die palästinensische Autonomiebehörde zur Zerschlagung von "Terror-Netzwerken" radikaler Organisationen begrüßt. Es handle sich dabei um das erste Mal, dass die EU-Außenminister "in derart deutlicher Weise" mit einem Appell an Palästinenserpräsident Yasser Arafat gerichtet hätten, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Dienstag in Jerusalem. Unterdessen traf der EU-Außenbeauftragte Javier Solana zu Gesprächen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon zusammen.Arbeitsfrühstück in Jerusalem Solana und Sharon trafen sich in Jerusalem zu einem Arbeitsfrühstück, wie ein europäischer Diplomat mitteilte. Solana wollte sich anschließend in einem Hotel mit dem US-Sondergesandten Anthony Zinni treffen. Am Nachmittag waren Gespräche mit Arafat geplant. Die EU-Außenminister hatten am Montag mit ungewöhnlich scharfen Worten die palästinensische Autonomiebehörde zu einem Ende der Gewalt im Nahen Osten gedrängt. In einem auf Arabisch veröffentlichten Aufruf müsse das Ende des Palästinenseraufstandes verkündet werden. Israel forderten die Außenminister zugleich auf, seine Soldaten aus palästinensischem Gebiet abzuziehen und die gezielte Tötung von militanten Palästinensern einzustellen. Außerdem müssten die Blockade der Palästinensergebiete und der Bau jüdischer Siedlungen gestoppt werden. (APA)