Das diesjährige Weihnachtsgeschäft wird zum Siegeszug für die DVD. Und das sowohl diesseits und jenseits des Atlantiks, wie Zahlen aus den USA und Deutschland zeigen. Gründe für den Erfolg der Digital Versatile Disc, der vielseitigen digitalen Scheibe, die sich sowohl im Heimkino als auch im Computer einsetzen lässt, gibt es viele. Da sind zum einen die deutlich gefallenen Preise vor allem für DVD-Abspielgeräte und für Filme auf DVD, und natürlich die deutlich bessere Qualität der Bilder und des Tons im Vergleich zur Videokassette, die die Menschen begeistern. Heimkino Die DVD bietet eine doppelt so hohe Auflösung bei Bildern wie die Standard-Videokassette und sechs Tonkanäle, bietet sich also für Surround-Sound im Heimkino geradezu an. Dank des großen Speicherplatzes passen oft auch noch Interviews mit Schauspielern, ein Beitrag über die Filmherstellung oder die in der Endfassung fehlenden Szenen auf die Scheibe. Verdoppelung Wurden im vergangenen Jahr in Deutschland nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) 700.000 DVD-Geräte abgesetzt, so soll sich ihre Zahl in diesem Jahr auf fast 1,5 Millionen mehr als verdoppeln. Die Konsumenten werden allein für DVD-Spieler in diesem Jahr in Deutschland 775 Millionen Mark (396 Millionen Euro/5,45 Milliarden Schilling) ausgeben, das sind 60 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Harter Wettbewerb Die Kluft zwischen dem Absatz an Geräten und dem Umsatz erklärt sich aus dem harten Wettbewerb. Insgesamt streiten nach gfu-Angaben mehr als 50 Anbieter mit über 250 Modellen um die Gunst der Konsumenten. Sie sind die eigentlichen Nutznießer des harten Wettbewerbs, denn sie können mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis rechnen. Häufig sind jetzt beim DVD-Player schon die ersten Filme mit dabei. Wie die gfu weiter mitteilte, besitzen derzeit knapp acht Prozent der Haushalte in Deutschland einen DVD-Spieler. Es wird erwartet, dass diese Zahl im kommenden Jahr auf über zehn Prozent anwächst. (APA)