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TECHT Hans Klaus/APA
Salzburg - Bühnenauftritte von Josef Hader sind selten geworden in den vergangenen zwei Jahren. Weil er - nach eigenen Aussagen - einfach Geld verdienen und Applaus hören will, hat Hader neue und alte Texte zu dem Programm "Hader spielt Hader" zusammengestoppelt. Am Montag gastierte der unter anderem mit dem Salzburger Stier, dem Nestroyring der Stadt Wien und dem deutschen Kleinkunstpreis dekorierte Kabarettist im Salzburger Landestheater. In gewohnter schauspielerischer Brillanz und mit meist niveauvollem Wortwitz gestaltete Hader diesen Abend souverän und immer wieder überraschend. In "Hader spielt Hader" geht es dem Kabarettisten nicht nur um Witze, die das Publikum zu Lachsalven hinreißen sollen. Der Kabarettist spielt auch den Zweifelnden und Selbstkritischen, der - wenn auch ironisch - seine eigenen Unsicherheiten, Ängste und Eitelkeiten ins Spiel bringt. Dem Publikum ist gestern Abend so mancher Lacher im Hals stecken geblieben. Denn "Hader spielt Hader" ist ein Programm, bei dem man bei weitem nicht nur über andere oder über die "Witzfigur" auf der Bühne, sondern nicht zuletzt über sich selbst lachen kann. Natürlich fehlen auch die Seitenhiebe auf Alltagsfaschismus, die neue Bundesregierung oder machistische Männer nicht. Vor allem aber sind der ganz normale Mensch und die vermeintlichen "kleinen Schwächen" von uns allen immer wieder Zielscheibe von Haders spitzer Zunge. Hader ist der erfolgreichste Kabarettist Österreichs, kein anderer wird so oft in die Nähe Helmut Qualtingers gerückt. Seine Programme wie "Privat", "Fort Geschritten" oder "Biagn oder Brechn" gehören bereits zu den Klassikern des Genres und sind auf Platin-CDs verewigt. Nach dem fulminanten Erfolg als Schauspieler in dem Kinofilm "Indien", den Streifen "Überfall" und "Komm süßer Tod" konzentriert sich Hader zunehmend auf Filmproduktionen. Zur Zeit arbeitet er an einem eigenen Kinoprojekt. (APA)