Bregenz - Die kürzlich in Berlin eröffnete neueWehrmachtsausstellung könnte in absehbarer Zeit auch in Vorarlberg zusehen sein. Für die 1999 wegen sachlicher und inhaltlicher Fehlergeschlossene alte Wehrmachtsausstellung hätte die Johann AugustMalin-Gesellschaft nach wie vor eine Option, die Schau auch inVorarlberg zu zeigen. Für das Zustandekommen der zeitgeschichtlichenSchau im Ländle wären die Veranstalter jedoch auf Unterstützung deröffentlichen Hand angewiesen.Landesregierung gegen eine Förderung Während sich SPÖ und Grüne mit Nachdruck für die Abhaltung undfinanzielle Unterstützung aussprechen, ist die Landesregierung gegeneine Landesförderung. Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) hatam Dienstag, im Pressefoyer nach der Regierungssitzung ein klaresNein ausgesprochen. Aufarbeitung der Geschichte Es stehe den Veranstaltern selbstverständlichfrei, die Wehrmachtsausstellung auch nach Vorarlberg zu bringen, miteiner Förderung des Landes könnten sie jedoch nicht rechnen.Angesichts der im deutschen Sprachraum im großen Stil geplantenAusstellungstermine hätte jeder Interessierte die Möglichkeit, sichausführlich zu informieren. Das Land habe nach wie vor keine Absicht,Steuermittel für die Abhaltung der Wehrmachtsausstellung inVorarlberg zu verwenden. Ähnlich hat sich in den vergangenen Tagen schon LandesstatthalterHubert Gorbach (F) gegen eine mögliche Unterstützung des Landes fürdie Ausstellung ausgesprochen. Für SPÖ-Landesvorsitzenden Abg.Manfred Lackner geht es bei der Wehrmachtsausstellung nicht umVerunglimpfung der Kriegsgeneration, sondern um einen wichtigenBeitrag zur Aufarbeitung der Geschichte. Die Vorarlberger Grünenwollen am Mittwoch im Landtag einen Antrag auf Unterstützungder Ausstellung mit rund zwei Mill. S (145.000 Euro) einbringen. DerVorstoß dürfte keine Mehrheit finden. (APA)