Oslo/Dili - Verstärkte Hilfe zum Wiederaufbau Osttimorshat Friedensnobelpreisträger Jose Ramos-Horta am Dienstag auf einerinternationalen Geberkonferenz in Oslo gefordert. Auf ihrem Weg indie Unabhängigkeit brauche die frühere indonesische Provinz dringendmehr Unterstützung, sagte der amtierende Außenminister der derzeitvon den UNO verwalteten Region vor den Delegierten aus 23 Ländern. Zudem zweitägigen Treffen in Norwegen kamen auch UNO-GeneralsekretärKofi Annan und Weltbank-Direktor James Wolfensohn. "Alles, was wir in Osttimor forderten, waren die grundlegendenMenschenrechte und das Recht auf Selbstbestimmung", sagteRamos-Horta. Nach dem Ende des Unabhängigkeitskampfes brauche seinLand nun weitere Hilfe über mindestens drei Jahre hinweg. Osttimorsoll im Mai kommenden Jahres offiziell in die Unabhängigkeitentlassen werden. Ein timoresisches Gericht verurteilte am Dienstag im erstenProzess wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zehn Angeklagte zulangen Haftstrafen. Sie waren an dem planmäßigen Terror indonesischerMilizen während der Loslösung Osttimors von Indonesien 1999beteiligt. Hunderte Menschen wurden damals ermordet und 80 Prozentder Infrastruktur zerstört. Erst UNO-Friedenstruppen konnten dieGewalt stoppen. Sieben Angeklagte wurden schuldig befunden, insgesamtneun Menschen, darunter auch einen Priester und zwei Nonnen, ermordetzu haben. Drei Angeklagte wurden wegen Folter und Vertreibungverurteilt. Der Anführer der Gruppe soll für 33 Jahre hinter Gitter.(APA/AP)