Washington - Die USA wollen den im Zusammenhang mit denAnschlägen vom 11. September angeklagten Franzose Zacarias Moussaouivor ein Zivilgericht stellen. Washington beuge sich damit jedochnicht der Kritik aus dem Ausland an einem Militärverfahren, sagte dieSprecherin des US-Präsidenten, Claire Buchan, am Mittwoch inWashington. Vor allem Frankreich hatte Bedenken geäußert.Militärgerichte blieben jedoch eine "sehr wichtige Option" im Kampfgegen den Terrorismus, habe US-Präsident George Bush betont. Trotz anfänglicher Bedenken, dass vor einem Zivilgericht geheimeErmittlungsdaten öffentlich werden könnten, habe Bush nach einemTreffen mit Vertretern der US-Bundespolizei FBI und der Justiz sichnun für die Verhandlung vor einem Zivilgericht entschieden, sagteBuchan. Wie die Zeitung "New York Times" berichtete, hatte das US-Militäreine Verhandlung vor einem Militärgericht gefordert. Moussaoui, ein33-jähriger Franzose marokkanischer Herkunft, ist der ersteVerdächtige, gegen den die US-Justiz Anklage im Zusammenhang mit denTerroranschlägen vom 11. September erhoben hat. Er soll an derVorbereitung beteiligt gewesen sein. Auf vier der sechs Anklagepunktesteht die Todesstrafe. Das französische Justizministerium warnte dieUSA vor diplomatischen Folgen, sollte Moussaoui zum Tode verurteiltwerden. Am 2. Jänner soll er erstmals dem Gericht in Alexandria beiWashington vorgeführt werden. (APA)