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Wien - Zwei Drittel der Europäer fühlen sich über Wissenschaft schlecht informiert. Das geht aus einer Eurobarometer- Umfrage hervor. Dabei wurden rund 16.000 Menschen aus allen Mitgliedsstaaten der EU zu ihrer Meinung über das Themengebiet Wissenschaft und Technologie befragt. Verglichen mit einer Studie von 1992 hat Kenntnisstand der Bevölkerung geringfügig zugenommen. So wussten 1992 gerade 27,1 Prozent der Bevölkerung, dass Antibiotika gegen Viren keine Wirkung haben, in der aktuellen Studie waren es hingegen 39,7 Prozent. Generell zeigte sich, dass das Bewusstsein für wissenschaftlichen Fragestellungen keine Altersfrage ist, junge Menschen sind nicht mehr und nicht weniger interessiert als der Rest der Bevölkerung. Rund 45 Prozent gaben an, sich für wissenschaftliche Themen zu interessieren. Dabei steht Medizin an erster Stelle, gefolgt von Umweltthemen. Informationsmedium Nummer eins bleibt das Fernsehen, in Technik-Museen gehen dagegen nur etwas mehr als elf Prozent. Gespaltenes Vertrauen Das Vertrauen der Europäer zu ihren Wissenschaftern ist gespalten. So sind 42 Prozent der Ansicht, dass die Forscher die Verantwortung für den Missbrauch ihrer Erfindungen und Entdeckungen selbst zu tragen haben, ebenfalls 42 Prozent widersprechen dieser Ansicht. Eine besondere Stellung in der Meinung der Bevölkerung nimmt erwartungsgemäß das Thema Gentechnik - insbesondere gentechnisch veränderte Organismen (GVO) - ein. Satte 94,6 Prozent möchten selbst entscheiden, ob sie genetisch veränderte Lebensmittel zu sich nehmen oder nicht. Knapp 60 Prozent sind der Ansicht, dass GVO negative Auswirkungen auf die Umwelt haben könnten. Die Studie räumt auch mit der vielfach geäußerten Ansicht auf, wonach mit zunehmendem Wissen und Bildungsstand die Zustimmung zur Gentechnik zunimmt. Auch wohl informierte Menschen in Europa glauben, dass Biotechnologien besser kontrolliert werden sollten, Sicherheitsstudien werden gefordert. (APA)