Köln - Modeschöpfer Karl Lagerfeld hat nicht nur einen teuren Geschmack. Im Gespräch mit Alfred Biolek für "Boulevard Bio" am 18. Dezember bekannte er seine heimliche Liebe für das Billigmöbelhaus Ikea und die Modekette H&M. "Marken wie H&M sind gar nicht so schlecht", meinte der 63-Jährige. Im Keller seiner Pariser Wohnung habe er eine wunderbare Ikea-Deckenlampe installiert. Auch Versandgeschäfte findet der gebürtige Hamburger "toll". Lagerfeld ist nach seiner einjährigen Diät fast nicht wiederzuerkennen. Unter ärztlicher Anleitung hat er innerhalb eines Jahres 42 Kilogramm abgenommen. "Das Zeug musste weg", erklärte der Wahl-Franzose. "Ich bin weder verliebt noch psychisch krank", sagte er zu entsprechenden Gerüchten. Auch die "Lust nach neuer Mode" habe bei dem Entschluss eine wichtige Rolle gespielt. Der Modeschöpfer, der sich auch als Fotograf, Verleger und Galerist bezeichnet, gestattete mit neuem Selbstbewusstsein und neuer Energie einen Einblick in sein Privatleben und seine Vergangenheit. Schon in seiner Kindheit sah sich der Sohn des Glücksklee-Milch-Fabrikanten als frühreif und weit entwickelt. "Ich war schon ein sehr verwöhntes Kind und brauchte mir in der Schule nicht viel Mühe zu geben." Auch die französische Sprache habe er schon mit etwa sieben Jahren perfekt beherrscht. Was zur Folge hatte, dass er mit 15 nach Paris zog. Aber er gab sich bei "Bio" auch selbstkritisch: "Ich bin der Höhepunkt des Egoismus und betrachte mich als faul. Gerne hätte ich noch Sprachen studiert. Das Drama meines Lebens ist es jedoch, dass ich musikalisch total ungebildet bin." (APA)