Washington - Teenager zwischen 15 und 24 Jahren suchen im Internet lieber nach Gesundheitsinfos als zu shoppen, Sportergebnisse zu checken oder zu chatten. Dies geht aus einer Umfrage an 1.029 Jugendlichen der Kaiser Family Foundation hervor. Zwei von drei Jugendlichen nutzen demnach das Web, um sich im Gesundheitsbereich schlau zu machen. Laut dem Bericht "Generation Rx.com" zufolge soll dies bei einem signifikanten Anteil der Surfer deren Verhalten beeinflussen. Rund 40 Prozent der Online-Gesundheitsinteressierten behaupten, dass sich ihr Verhalten aufgrund der Webinfos geändert habe.Von jenen 90 Prozent der Jugendlichen, die im Internet surfen, suchten 75 Prozent nach Gesundheitsinfos, 72 Prozent beschäftigten sich spielerisch, 72 Prozent nutzten Musik-Downloads, 50 Prozent tätigten Einkäufe und 46 Prozent suchten nach Sportergebnissen. 67 Prozent chatten. 55 Prozent jener, die nach Gesundheitsinfos suchen, tun dies nur mehrmals im Jahr. 39 Prozent allerdings jagen zumindest einmal im Monat nach "gesunden" Meldungen. Infos über Krankheiten Die Umfrage zeigte, dass die Jugendlichen vorwiegend nach Informationen über bestimmte Krankheiten wie Diabetes und Krebs suchten. Beliebt sind auch - besonders bei Jugendlichen -beliebte Themen. Dazu zählt für 44 Prozent der jugendlichen Surfer Sexualität (Verhütung, Schwangerschaft, HIV und Aids, Geschlechtskrankheiten). Bereits einer von vier informiert sich über Gewicht und mentale Gesundheit. Rund 23 Prozent befassen sich online mit Drogen, Alkohol und Gewalt. Rund 94 Prozent der Jugendlichen bewerten Inhalte von Gesundheitsinfos als nützlich, generell stehen sie der Qualität der Meldungen skeptisch gegenüber. 17 Prozent vertrauen bei Gesundheitsthemen dem Web im Vergleich zu 85 Prozent, die auf das Gesundheitswissen des Arztes hören und 30 Prozent, die TV-Nachrichten Glauben schenken. Für 73 Prozent der jungen Surfer ist es wichtig, wer die Gesundheitsinfos ins Netz stellt. "Für jungen Menschen ist das Internet mittlerweile mehr als Spiel und Spaß", erklärte Victoria Rideout von der Kaiser Family Foundation. Daher müsse auf die Qualität und Glaubwürdigkeit der Infos im Web verstärkt geachtet werden. (pte)