Neu-Delhi - Die indische Polizei hat 20 mutmaßliche Helfershelfer der Terroristen, die am Donnerstag das Parlament in Neu Delhi überfallen und sieben Menschen getötet haben, festgenommen. Wie die indische Nachrichtenagentur UNI am Samstag unter Berufung auf die Polizei meldete, sind die fünf bei dem Überfall getöteten Terroristen als zwei Afghanen, ein Pakistani und zwei Männer aus Kaschmir identifiziert worden. Auch der sechste Angreifer, der zunächst verletzt fliehen konnte, sei inzwischen gefasst. Nach Polizeiangaben sind die Terroristen Mitglieder der radikalen moslemischen Separatistengruppen Lashkar-e-Toiba und Jaish-e-Mohammed, die für einen Anschluss des indischen Teils von Kaschmir an Pakistan kämpfen und von Pakistan unterstützt werden. Indien hat das Nachbarland für den blutigen Überfall mitverantwortlich gemacht und verlangt, dass Pakistan gegen die Separatisten vorgeht. Nach Informationen aus Polizeikreisen in Neu Delhi wollten die Terroristen bei dem Überfall auf das Parlament mehrere prominente Politiker als Geiseln nehmen und unter anderem die Freilassung von Gesinnungsgenossen aus indischen Gefängnissen erpressen. Der Überfall war jedoch von Polizeikräften abgewehrt worden. Insgesamt starben bei der Schießerei zwölf Menschen, unter ihnen fünf der sechs Terroristen. (APA)