Jerusalem - Die israelische Regierung hat dem palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat untersagt, die Stadt Ramallah im Westjordanland zu verlassen. Dies erklärte ein israelisches Regierungsmitglied am Donnerstag in Jerusalem. Zuvor hatte Israel angekündigt, alle Kontakte zu Arafat abzubrechen. Die Regierung betrachte ihn nach der jüngsten Terrorwelle als "nicht mehr existent". Der israelische Justizminister Meir Shitreet erklärte im Militärradio, Arafat müsse "dort bleiben, wo er ist". Der Palästinenserchef hält sich seit 3. Dezember in Ramallah auf. Die Stadt im Westjordanland ist neben Gaza zweiter Amtssitz der Palästinensischen Nationalbehörde (PNA). Außerdem ist sie Sitz des palästinensischen Legislativrates. Israelische Soldaten und Panzer haben vor Arafats Büro Stellung bezogen. Sie näherten sich dem Gebäude bis auf zweihundert Meter, wie der israelische Militärrundfunk meldete. In der Stadt fiel der Strom aus.(APA)