Trotz des Einbruches der New Economy an den Börsen gewinnt der Online-Einkauf bei den deutschen Konsumenten immer mehr an Boden. Laut einer aktuellen Forrester -Studie gehen inzwischen bereits 44 Prozent der Deutschen ins Internet, vor allem wenn bei Kaufentscheidung oder Reisebuchung Produkt- und Preisinformationen fehlen. Auch der Kauf von Software, Musik und Büchern wird zunehmend per Internet getätigt. Veränderungen Die Internetnutzung verändert die Informationsgewohnheiten der Konsumenten maßgeblich, so die Forresterstudie. 29 Millionen Deutsche verfügen über einen eigenen Internetanschluss und 31 Prozent bevorzugen fürs Surfen schnelle ISDN-Verbindungen. Die leistungsstarken Anschlüsse heben die pro Woche im Web verbrachte Zeit. Ein Drittel der Internetnutzer kauft über das Netz. Allerdings wird meist per Rechnung oder Überweisung bezahlt. Das führt Mihajlo Hadzi-Stevic, Analyst bei Forrester, auf die erfolgreichen Katalogversandhäuser wie Otto Versand und Quelle zurück. Die Unternehmen begrüßen es nach wie vor, wenn ihre Kunden per Rechnung zahlen. Je höher die Onlinekauferfahrung der Konsumenten ist, desto mehr steigt die Kaufhäufigkeit und die Ausgaben pro Einkauf. Ab einer Online-Erfahrung von zwei Jahren sind signifikante Steigerungen feststellbar. Häufigste Sparten Der Onlinewarenkorb wird vor allem von Büchern, CDs und Software geprägt. Aber auch Finanzdienstleistungen gewinnen an Boden. 22 Prozent aller Deutschen nutzen bereits Online-Banking. Internetnutzer verfügen laut Studie häufiger über Finanzprodukte als Menschen, die das Web nicht nutzen. Knapp doppelt so viele Internet-User besitzen Kreditkarten (43 Prozent), Investmentfonds (43 Prozent) und Aktien (36 Prozent). Der Aktienkauf im Internet bleibt aber nach wie vor ein Nischenmarkt. Lediglich vier Prozent der Deutschen kaufen Aktien im Netz. Die Forrester-Studie basiert auf einer Befragung von 4102 Konsumenten im Alter von über 16 Jahren im April und Mai 2001. Die Studie gibt laut Forrester einen repräsentativen Überblick. (pte)