Zum 80-Jahr-Jubiläum des Burgenlandes als österreichisches Bundesland kann das österreichische Fernsehen mit historischem Filmmaterial aus Ungarn aus dem Jahr 1921 aufwarten. Es wird morgen, Freitag, (14. Dezember, 19 Uhr, ORF2) in der ORF-Sendung "Burgenland heute" gezeigt.Das Material bekam das ORF-Landesstudio Burgenland vom öffentlich-rechtlichen Regionalsender in Sopron (Ödenburg) zur Verfügung gestellt. Die Eindrücke und die Stimmung nach dem Entscheid über die Zugehörigkeit der Stadt Ödenburg und von acht Nachbargemeinden wurden seinerzeit von der east Newsreel Agency Budapest festgehalten. Venediger Protokoll Die Abtretung des späteren Burgenlandes durch Ungarn ging bekanntlich nicht reibungslos über die Bühne. Ungarische Freischärler leisteten bewaffneten Widerstand. Im "Venediger Protokoll" vom 13. Oktober 1921 verpflichtete sich Ungarn, das Burgenland zu übergeben. Österreich stimmte im Gegenzug einer Volksabstimmung in Ödenburg und Umgebung zu. Unter höchst fragwürdigen Umständen sprach sich die Mehrheit für den Verbleib der Stadt bei Ungarn aus, das Burgenland verlor damit seine natürliche Hauptstadt. (APA)