Singapur - Der Anschlag auf das indische Parlament in Neu-Delhi ist nicht der erste Gewaltausbruch, der Indien seit seiner Unabhängigkeit 1947 erschüttert. Die folgende Chronik nennt wichtige Ereignisse, bei denen Menschen durch politisch und religiös motivierte Gewalt ihr Leben verloren. 15. August 1947 - Die britische Kolonialmacht spaltet Pakistan von Indien ab und entlässt beide Staaten in die Unabhängigkeit. Ein Grenzstreit führt zu schweren Unruhen. Hunderttausende sterben, Millionen Menschen werden umgesiedelt.

  • 30. Jänner 1948 - Mahatma Gandhi, weltweit Symbol gewaltfreien Widerstands, wird von einem fanatischen Hindu erschossen. Der Mörder macht Gandhi für die Abspaltung Pakistans verantwortlich.

  • 6. bis 22. September 1965 - Indien und Pakistan führen Krieg um Kaschmir. Die Himalaya-Region wird von beiden Staaten beansprucht.

  • Juni 1984 - Ministerpräsidentin Indira Gandhi entsendet Truppen zum Goldenen Tempel von Amritsar, dem wichtigsten Heiligtum der Sikhs. Mehr als 1000 Menschen sterben, als das Militär gegen aufständische Sikhs vorgeht, die den Tempel als Hauptquartier benutzen.

  • 31. Oktober 1984 - Indira Gandhi wird von ihren Sikh-Leibwächtern erschossen.

  • 6. Dezember 1992 - Hindu-Extremisten zerstören die Moschee von Ayodhya. Bei Unruhen in ganz Indien sterben 3.000 Menschen, vornehmlich Moslems.

  • Dezember 1999 - Kaschmir-Separatisten entführen ein indisches Passagierflugzeug mit 189 Personen an Bord. Sie töten einen Fluggast und erzwingen die Entlassung drei inhaftierter Moslem-Extremisten.

  • 1. Oktober 2001 - Mindestens 21 Menschen sterben bei einem Anschlag moslemischer Extremisten auf das Parlament von Kaschmir.

  • 13. Dezember 2001 - Beim Anschlag auf das indische Parlament in Neu-Delhi sterben die fünf schwer bewaffneten Angreifer, sowie Wachleute und ein Unbeteiligter. Abgeordnete vermuten Rebellen aus Kaschmir hinter der Tat.(APA/Reuters)