Moskau - Der aus Jordanien stammende Rebellenführer in Tschetschenien, "Kommandant" Khattab, ist in einem Gefecht gegen die russischen Regierungstruppen in der nordkaukasischen Republik verwundet worden. Der von den russischen Behörden als "internationaler Terrorist" eingestufte 36-jährige Khattab werde in einem Gebirgsdorf im Südosten Tschetscheniens ärztlich behandelt, teilten am Donnerstag die so genannten Rechtsschutzorgane Tschetscheniens unter Berufung auf Quellen in der einheimischen Bevölkerung mit. Khattab soll in der Nähe des Ortes Nikitachoi im Verwaltungskreis Wedeno am Bein und an der Schulter verletzt worden sein. Im Moskauer Prozess gegen den tschetschenischen Rebellenkommandanten Salman Radujew beantragte der russische Generalstaatsanwalt Wladimir Ustinow am Mittwoch wegen Anstiftung zum Mord, Geiselnahme und Terrorismus lebenslange Haft. Radujew wird für den Tod von 78 Menschen, die bei einer Befreiungsaktion nach einer Geiselnahme in Tschetschenien ums Leben kamen, verantwortlich gemacht. Radujew wurde im März 2000 gefangen genommen, der Prozess begann vergangenen November. (Itar-Tass, AP, red)(DER STANDARD, Printausgabe, 14.12.2001)