Hoffentlich habe ich Sie nicht allzu sehr gequält: In 45 Folgen Business-Lunch mit Maßregelungen zum "comme il faut" (wie es sich gehört), Anti-Raucher- und Anti-Telefonier-Appellen oder schlicht sarkastisch angelegten Beobachtungen in und um die Nahrungsaufnahme mit Geschäftspartnern.

Heute, in meiner letzten Kolumne, fasse ich nochmals die - für mich persönlich - drei wichtigsten Grundregeln zum Business-Lunch-Erfolg zusammen:

1. "Einstellung ist alles"

Ganz oben auf der Skala der "do"s and "don't"s steht die richtige Einstellung zum Business-Lunch-Partner. An dieser orientiert sich die Kategorie des Restaurants, die Vorbereitung und die Nachbearbeitung. Dabei ist es ähnlich wie bei der Körpersprache: Wenn wir jemanden partout nicht ausstehen können, nützen uns alle eingelernten Regeln der Körpersprache nichts.

Unser Inneres lügt nicht, und wir werden uns früher oder später in unserer Negativ-Einstellung durch unsere Mimik oder Gestik verraten. Also: kein Business-Lunch ohne richtige mentale Programmierung.

2. "Bleiben Sie authentisch"

Alles andere wirkt gekünstelt, aufgesetzt und damit schlecht. Wir sind, was wir sind; bei allen begrüßenswerten Optimierungsversuchen bezüglich Benehmen, Outfit, Sprache oder Stil sollten wir nie versuchen, in einen anderen Persönlichkeitsmantel zu schlüpfen, der nicht der unsere ist.

3. "Die Dramaturgie"

Irgendwie ist ja alles ein Theater, und wir sind Schauspieler, Autor und Regisseur in Personalunion. Zumindest beim Business-Lunch. D.h. wir haben es in der Hand, wie ein Geschäftstermin abläuft, der Inhalt des Stückes dargestellt wird und welche Emotionen wir beim Publikum auslösen wollen. Auch wenn wir nicht immer die Reaktion unseres Gegenübers wissen, die Chance der Dramaturgiegestaltung müssen wir stets nützen.

Ich wünsche Ihnen für die nächsten tausend Business-Lunches allen Erfolg und Spaß, denn wir sind immer nur dann am besten, wenn auch der Fun-Faktor stimmt. In diesem Sinne sage ich tschüss und danke allen, die mich ein Jahr begleitet haben.