Die meisten Österreicher, die am Samstagmorgen eines der ersten Euro-Startpakete ergattert hatten, zeigten sich von der neuen europäischen Gemeinschaftswährung sofort begeistert. Die neuen Münzen seien überraschend klein und leicht, meinte ein frisch gebackener Euro-Besitzer am Wiener Westbahnhof. Sein Erscheinen bei der Euro-Abgabe um Mitternacht begründete er mit dem Berührungseffekt: "Ich möchte den Euro angreifen!" Beeindruckend fanden die meisten aber auch die Farbe der neuen Münzen: "Zweifärbige Münzen sind was ganz neues in Österreich", freute sich ein Euro-Besitzer. Für Viele sprach einfach der Glanz des neuen Geldes für sich: "Neu, glänzend, schön", lauteten die Kommentare. Ein weiterer Besucher, der gerade ein Startpaket erworben hatte, freute sich darüber, dass er dafür "nicht einmal Wechselgebühren bezahlt hatte." Einige der Euro-Begeisterten lobten unter dem Eindruck der neuen Währung auch die europäische Gemeinschaft: "Es ist großartig, dass wir das geschafft haben, das ist eine Leistung für die EU, ein Fortschritt, der jedem Land was bringt." Nur einige Passanten zeigten sich dagegen völlig desinteressiert an der neuen Währung: "Der Euro ist mir so egal, wie wenn in Peking ein Fahrrad umfällt", meinte ein Taxifahrer vor dem Westbahnhof. In der zum Event-Saal umfunktionierten Kassenhalle des Westbahnhofes, wo kurz vor 2 Uhr die letzten Startpakete verkauft wurden, zeigte man für solche Aussagen kein Verständnis: "Wer so etwas sagt, hat keine Ahnung von der Idee einer europäischen Gemeinschaft", so ein Euro-Käufer, der sich gerade mit seinem Münzpaket auf den Heimweg machte. (APA)