Brüssel - Der EU-Gipfel von Laeken ist am Samstag ohne eine Einigung über den Sitz neuer EU-Behörden zu Ende gegangen. Nach stundenlangen Verhandlungen konnten sich die Staats- und Regierungschefs der Union nicht auf die Stationierung von insgesamt neun EU-Ämtern und -Agenturen verständigen. Strittig war bis zuletzt vor allem der Sitz der neuen Agentur für Lebensmittelsicherheit. Diesen hatten sowohl Finnland als auch Italien beanspruchten. Zuvor hatten die EU-Staats- und Regierungschefs mit einer "Erklärung zur Zukunft Europas" den Weg für die nächsten EU-Reformen vor der Erweiterung freigemacht. Die Erklärung enthalte alle grundlegenden Fragen zur weiteren Entwicklung Europas "ohne Tabus", sagte der belgische Ministerpräsident und EU-Ratsvorsitzende Guy Verhofstadt. Einigung bei Lebensmittelbehörde und Eurojust Am Samstag nur in zwei Fällen zu Einigungen über Standorte der EU-Behörden. So sickerte durch, dass die Behörde für Lebensmittelsicherheit ihren künftigen Sitz in Brüssel haben wird, Eurojust (Strafverfolgung) wird künftig in Den Haag residieren. Letzteres wurde mit der geographischen Nähe zu Den Haag begründet. Ursprünglich hatte es geheißen, dass insbesondere die Frage der Lebensmittelbehörde umstritten gwesen sei. (APA)