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Foto: REUTERS/Yves Herman
Laeken - Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat freimütig zugegeben, dass vor allem sein kategorisches "Nein" eine Einigung über die Standorte von neun EU-Behörden auf dem EU-Gipfel in Laeken verhinderte. "Ich musste meine Stimme erheben und mein absolutes Nein aussprechen", sagte Berlusconi sichtlich zufrieden nach Abschluss des Gipfels am Samstagabend in Laeken. "Ich habe ein bisschen taktiert und ich glaube, ich habe ein gutes Ergebnis erzielt." Die Zusage einiger Mitgliedsländer, die Lebensmittelbehörde in Finnland anzusiedeln, habe eine Einigung auf die italienische Stadt Parma "unmöglich" gemacht, meinte Berlusconi. "Aber ich habe nicht nachgegeben", und dann habe auch der französische Präsident Jacques Chirac seinen Widerstand erklärt. Frankreich wollte die Behörde nach Lille holen. "Echter Leader" Berlusconi hatte bereits mit seinem anfänglichen Widerstand gegen den europäischen Haftbefehl für scharfen Protest der 14 EU-Partner gesorgt. Am Samstagabend betonte er, dass laut Meinungsumfragen 62 Prozent der Italiener gegen dieses Vorhaben seien. "Mutig" habe die italienische Regierung schließlich doch Ja gesagt. Dies zeige "den Unterschied zwischen einem echten 'Leader' und einem, der es nicht ist". (APA)