Val d'Isere - Michaela Dorfmeister enteilt weiter den Konkurrentinnen im Gesamt-Weltcup. Die Niederösterreicherin wurde am Sonntag im Weltcup-Riesentorlauf in Val d'Isere Dritte und hat nun schon 116 Punkte Vorsprung auf die erste Verfolgerin Sonja Nef. Die Riesentorlauf-Weltmeisterin aus der Schweiz feierte in Frankreich ihren ersten Saisonsieg, den zwölften ihrer Karriere und den zehnten in ihrer Spezialdisziplin. Zweite wurde die Schwedin Anja Pärson.Beeindruckende Serie "Nachdem ich im ersten Lauf wegen eines Problems beim Lift viel zu wenig Zeit zum Einfahren hatte und deshalb auch ziemlich nervös gewesen war, freut mich dieses Ergebnis natürlich besonders", lautete der zufriedene Kommentar von Dorfmeister nach ihrem Podestplatz, mit dem sie bei ihrem siebenten Saisonstart zum bereits sechsten Mal beste ÖSV-Dame im Endklassement war. Ihr schlechtestes Saisonresultat bleibt der siebente Rang im Riesenslalom von Copper Mountain. Angesichts dieser beeindruckenden Serie führt im Gesamt-Weltcup kein Weg an der Abfahrtsweltmeisterin vorbei. "Ein Resultat meiner Routine" "Natürlich ist der Sieg in der Gesamtwertung ein großes Ziel für mich, aber derzeit verschwende ich noch keinen Gedanken daran, weil diese Entscheidung ja noch weit weg ist. Jetzt konzentriere ich mich einfach einmal von Rennen zu Rennen und dann auf Olympia", betonte die 28-Jährige. "Aber meine Konstanz erfreut mich, habe ich doch die Gewissheit, dass ich in drei Disziplinen ganz vorne reinfahren kann, sicherlich ein Resultat meiner Routine." "Meisi" leicht enttäuscht Abgesehen von Dorfmeister enttäuschten die Österreicherinnen aber am Sonntag. Mit der Salzburgerin Alexandra Meissnitzer, die nach dem fünften Zwischenrang am Ende Zehnte wurde, kam nur noch eine weitere ÖSV-Läuferin unter die ersten Zehn. "Natürlich ist man enttäuscht, wenn man fünf Plätze im zweiten Lauf verliert. Aber im Mittelteil ist es mir noch etwas zu schnell gegangen. Da habe ich einfach noch zu wenig attackiert, weil mir noch das dafür nötige Vertrauen fehlt", erklärte "Meisi". Die Steirerin Renate Götschl war ebenso wie Selina Heregger, Tanja Schneider und Petra Knor bereits im ersten Lauf ausgeschieden, während Stefanie Schuster als 37. und Martina Lechner als 49. die Qualifikation für das Finale der besten 30 verpasst hatten. Frehsner ohne Kopfschmerzen Trotzdem hatte Frehsner "kein Kopfweh": "Bei der Renate weiß ich ja, dass sie's kann, die Meisi findet langsam, aber sicher wieder zu ihrer alten Form, und Michaela fährt derzeit traumhaft. Mit den anderen war ich heute natürlich nicht so zufrieden, aber von den Jungen kann man auch noch keine Konstanz erwarten. Ich bin sicher, dass einigen die Weihnachtspause nach den Rennen in St. Moritz gut tun wird." (APA) Endergebnis 1. Sonja Nef SUI 2:23,80 2. Anja Pärson SWE 2:24,46 3. Michaela Dorfmeister AUT 2:24,63 4. Andrine Flemmen NOR 2:24,67 5. Allison Forsyth CAN 2:24,84 6. Tanja Poutiainen FIN 2:24,93 7. Maria Jose Rienda Contreras ESP 2:25,14 8. Tina Maze SLO 2:25,14 9. Karen Putzer ITA 2:25,42 10. Alexandra Meissnitzer AUT 2:25,48 11. Anna Ottosson SWE 2:25,49 12. Sarah Schleper USA 2:25,57 13. Denise Karbon ITA 2:26,38 14. Alenka Dovzan SLO 2:26,55 15. Sonia Vierin ITA 2:26,57 16. Spela Pretnar SLO 2:26,57 17. Maddalena Planatscher ITA 2:26,59 18. Marlies Oester SUI 2:26,76 19. Kristina Koznick USA 2:26,82 20. Fujiko Sekino FRA 2:27,00 21. Janette Hargin SWE 2:27,07 22. Eveline Rohregger AUT 2:27,19 23. Birgit Heeb-Batliner LIE 2:27,32 24. Isolde Kostner ITA 2:27,37 25. Anna Prchal CAN 2:27,37 26. Lilian Kummer SUI 2:27,46 27. Christel Pascal-Saioni FRA 2:27,55 28. Silvia Berger AUT 2:27,77 29. Corinne Rey-Bellet SUI 2:27,96 30. Brigitte Obermoser AUT 2:27,97 U.a. ausgeschieden: Selina Heregger (AUT), Janica Kostelic (CRO), Ylva Nowen (SWE), Stina Hofgard Nilsen (NOR), Renate Götschl (AUT), Silke Bachmann (ITA), Tanja Schneider (AUT), Petra Knor (AUT)