Sydney - Australische Atomkraftgegner sind problemlos auf das Gelände eines Kernkraftwerks nahe Sydney vorgedrungen, das von der Regierung als mögliches Ziel von Terroranschlägen benannt worden war. Eine Gruppe von Demonstranten der Umweltschutzorganisation Greenpeace sei am Montagmorgen durch das Haupttor der Atomanlage Lucas Heights eingedrungen, berichteten australische Medien. Drei weitere Demonstranten seien über Zäune gestiegen. Ein Teilnehmer sagte, die Aktion sei "viel zu leicht" gefallen. Es habe zehn Minuten gedauert, bis Sicherheitskräfte eingeschritten seien. In dieser Zeit konnten die Demonstranten den Berichten zufolge auf das Dach des Reaktors und eines Atommülllagers klettern. Die insgesamt mehr als 20 Demonstranten seien festgenommen worden, hieß es. Die Regierung in Canberra hatte nach den Anschlägen vom 11. September angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen für mögliche Terrorziele verstärken zu wollen. (APA)