Kabul - Die ersten Soldaten der geplanten UNO-Friedenstruppe sollen am kommenden Samstag in der afghanischen Hauptstadt Kabul eintreffen. "Zumindest die Führung wird hier sein", kündigte der US-Sondergesandte James Dobbins am Montag in Kabul anlässlich der Eröffnung der amerikanischen Botschaft an. Die Zahl der in Kabul stationierten Soldaten werde vermutlich "nicht sehr groß" sein. "Es ist eine Frage der Symbolik", fügte Dobbins hinzu. Am Samstag soll die neue Regierung unter ihrem designierten Chef Hamid Karsai ihre Arbeit in Kabul aufnehmen. Am Dienstag wird der UNO-Sicherheitsrat voraussichtlich über das Mandat für die Friedenstruppe entscheiden. Die Sicherheitslage in Kabul sei relativ gut. Es gehe darum, zu demonstrieren, dass Kabul nicht einer einzelnen Gruppe in Afghanistan gehöre, sagte Dobbins. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte am Sonntag erklärt, die Truppe werde höchstens 5000 Mann umfassen. Dobbins sagte weiter, der designierte Regierungschef Hamid Karsai und dessen Verteidigungsminister Mohammad Fahim hätten zugesichert, gemeinam mit der internationalen Gemeinschaft Bedingungen für die Stationierung der Truppe auszuarbeiten. Dazu war am Wochenende der britische General John McColl in Kabul eingetroffen. Am Montag sollte er mit Fahim und dem designierten Außenminister Abdullah Abdullah sprechen. Auch Deutschland ist bereit, sich an der Schutztruppe zu beteiligen. (APA)