Buenos Aires - Die argentinische Regierung will nach Angaben von Wirtschaftsminister Domingo Cavallo im Jahr 2002 die Staatsausgaben um 19 Prozent auf unter 40 Milliarden Dollar (44,4 Mrd. Euro/610 Mrd. S) kürzen. Die Regierung plane zudem, nach Verabschiedung des Haushaltes die Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wieder aufzunehmen, teilte Cavallo mit. Eine straffe Haushaltspolitik gilt als Voraussetzung für weitere Hilfen des IWF und anderer Finanzorganisationen, mit denen Argentinien die Schuldenkrise überwinden will. Für das kommende Jahr will die Regierung die Staatsausgaben den Angaben zufolge auf rund 39,6 Milliarden Dollar reduzieren. Bisher waren Beobachter in Argentinien von einer Haushaltskürzung auf 42 bis 42,5 Milliarden Dollar ausgegangen. Für das laufende Jahr erwarte Argentinien Staatsausgaben in Höhe von etwa 48,8 Milliarden Dollar, teilte Cavallo weiter mit. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Regierung einschneidende Sparmaßnahmen angekündigt, unter anderem durch das Aufheben von Steuerersparnissen für Unternehmen. Argentinien drückt eine Schuldenlast von 132 Milliarden Dollar. Um die Zinszahlungen zu reduzieren, hat die Regierung einen umfangreichen Schuldentausch eingeleitet, wobei neue geringer verzinste, aber mit besseren Rückzahlungsgarantien versehene Staatsanleihen gegen alte Hochzinsanleihen getauscht werden sollen.(APA)