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Foto: Reuters/Jeff J Mitchell
Eine erste Bilanz für das Jahr 2001 zieht das Antiviren-Unternehmen Trend Micro . Die Experten sehen seit Code Red eine neue Ära der Computerschädlinge angebrochen. Diese aggressiven Malicious Codes setzen mit ihren kombinierten Angriffsmethoden und ihrem professionellen Hintergrund neue Maßstäbe. Anwender wie auch Anti-Viren-Spezialisten sind mit immer größeren Problemen und schwierigeren Lösungsmöglichkeiten konfrontiert. Härtere Bestrafung Immer lauter werden auch die Rufe nach einer stärkeren Bestrafung der Urheber solcher Schädlinge. Virenprogrammierer werden je nach Land und dort geltender Rechtslage sehr unterschiedlich zur Rechenschaft gezogen. Während eine strafrechtliche Verfolgung in Deutschland nahezu unmöglich ist, setzen Länder wie Israel (den jugendlichen Programmierern des Goner-Wurms drohen bis zu fünf Jahren Haft) und die USA wesentlich härtere Strafrahmen ein. "Ein neues Zeitalter hat begonnen" Der Sommer 2001 wird in die "Virengeschichte" eingehen. Mit dem ersten Auftreten von Code Red hat laut Expertenmeinung ein neues Zeitalter begonnen. Die Verbindung von den "Qualitäten" eines echten Computervirus, etwa das unsichtbare Verharren im Speicher bis das System neugestartet wird, und den klassischen Kennzeichen eines Hacker-Tools, das Denial of Service Attacken gegen Webseiten auslöste und über Remote-Funktion beliebige Netze angreifen konnte, waren bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt. Außerdem konnte Code Red bekannte und neue Sicherheitslücken in E-Mail-Systemen zu seinem Vorteil ausnutzen. Zukunft wenig rosig Trend Micro erwartet für die Zukunft verstärkte Angriffe professioneller Programmierer und damit immer besseren Schädlingen. Viren wie Code Red, Sircam und der im Herbst erstmals gesichtete Nimda scheinen nur die Vorboten einer wahren Flut gefährlicher Angreifer aus dem Internet gewesen zu sein. (red)