Linz - Eine einzigartige Ausstellung russischer Ikonen und Rekonstruktionen weltberühmter Freskenmalereien aus dem Staatlichen Museum "Andrej Rubljow" in Moskau präsentiert das Schlossmuseum in Linz - Teil des Oberösterreichischen Landesmuseums - ab Mittwoch bis zum 24. Februar 2002. Linz ist die einzige Station dieser erstmals gezeigten Schätze russisch-orthodoxer Kirchenkunst in Österreich. Die Schau unter dem Titel "Ikonen - Ich bin das Licht der Welt" umfasst Werke aus fünf Jahrhunderten, beginnend mit den Arbeiten des aus Konstantinopel stammenden und 1378 durch russische Kaufleute nachRussland geholten Theophanes "der Grieche", seines Schülers und als Vater der russischen Ikonenmalerei geltenden Andrej Rubljow und des von ihm beeinflussten Dionysius. Neben den Freskenmalereien werden in dieser Ausstellung großformatige Originalikonen der wichtigsten Schulen russischer Ikonenkunst in Moskau, Rostow und Twer aus dem 16 bis 18. Jahrhundertnach aufwändigen Restaurierungen erstmals außerhalb Russlands gezeigt. In Russland werden Ikonen auch "Fenster zum Himmel" genannt - sie lassen die Gläubigen aus der vergänglichen in die künftige ewige Welt blicken. Die Ikonenkunst des 17. Jahrhunderts ist mit Werken der Brüder Foma und Wassilij Potapow vertreten, die die Veränderungen durch den Einfluss der westeuropäischen Kunsttradition in komplizierten räumlichen Lösungen durch die Einbeziehung von architektonischen Formen und der Landschaft sowie in der Verwendung von Gold und Ornamenten widerspiegeln. Heimstätte dieser Kunstwerke ist das Zentrale Museum für altrussische Kultur und Kunst "Andrej Rubljow" in Moskau, das über mehr als 8.000 Objekte verfügt. (APA)