Kranjska Gora/Slowenien – Der Tiroler Benjamin Raich ist am Donnerstag im Weltcup-Riesentorlauf in Kranjska Gora nur von Fredrik Nyberg übertrumpft worden. Der weiterhin von starken Rückenschmerzen geplagte Slalom-Vizeweltmeister wurde in Slowenien mit 0,25 Sekunden Rückstand auf den 32-jährigen Schweden Zweiter. Rang drei ging an Lokalmatador Uros Pavlovcic, der sich mit Laufbestzeit im Finale vom 15. auf den dritten Rang verbesserte und damit das mit Abstand beste Weltcup-Resultat seiner Karriere erreichte.

Raich mit Beschwerden und Trainingsrückstand

"Dieser zweite Platz ist eine absolute Sensation", betonte Raich nach seinem ersten Stockerlplatz in dieser Saison. "Natürlich habe ich bis zum Schluss mit dem Sieg spekuliert, aber angesichts meiner Kreuzbeschwerden habe ich zuletzt nur extrem wenig trainieren können und eigentlich mehr Zeit bei Dr. Andreas Lotz in Innsbruck verbracht." Deshalb ist ÖSV-Techniktrainer Rainer Gstrein sicher: "Wenn der Benni wieder fit ist, dann siegt er wieder im Slalom und Riesentorlauf."

Eberharter mit vielen kleinen Fehlern

Weltcup-Spitzenreiter Stephan Eberharter war dagegen mit dem Abschneiden im Ersatzrennen von Aspen nicht sonderlich glücklich. "Natürlich habe ich auch zu viele Fehler gemacht, aber der zweite Lauf war sehr unruhig gesteckt, und auch die Sicht ist immer schlechter geworden", erzählte der Tiroler. Doch der Blick auf die Gesamtwertung fiel für "Steff" dann erfreulicher aus, hat er doch den Vorsprung weiter ausgebaut und liegt nun schon 211 Zähler vor dem US-Amerikaner Bode Miller, der in Kranjska Gora nicht über Rang 16 hinauskam.

Covili und Gruber fielen zurück

Neben dem Amerikaner war auch der Franzose Fredric Covili unzufrieden, der nach den Rängen eins, zwei und eins diesmal mit dem neunten Platz vorlieb nehmen musste, aber trotzdem seine Führung im Spezialweltcup behielt. Christoph Gruber, nach dem ersten Durchgang hinter Nyberg noch Zweiter, verpatzte diesmal seinen zweiten Lauf und fiel auf den zehnten Platz zurück. (APA)

ÖSV-Team Kranjska Gora:

Riesentorläufe (Freitag/10:15 und 13:15): Benjamin Raich, Christoph Gruber, Christian Mayer, Stephan Eberharter, Hans Knauß, Josef Strobl, Florian Seer, Andreas Schifferer, Stephan Görgl

Slalom (Samstag/10:15 und 13:15): Raich, Matt, Rainer Schönfelder, Kilian Albrecht, Seer, Thomas Sykora, Michael Walchhofer, Manfred Pranger, Kurt Engl, Pierre Egger