Wien - Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) hat seinen Vorstoß zur kompletten Entfernung der zwei sprachigen Ortstafeln ("Presse" von heute, Donnerstag) im ORF-"Jounal um 8" bekräftigt. Vorbild sei das deutsch-dänische Grenzgebiet. Eine solche Vorgangsweise wäre auch der richtige Weg für Kärnten. Dafür sei die Zustimmung der Volksgruppe notwendig. Diese müsse sich entscheiden, ob sie Verhandlungen am Runden Tisch "über sinnvolle Maßnahmen" in Zukunft haben wolle, oder den Weg der Gerichte wähle, meinte Haider. Ofner auf Distanz Unterdessen geht ebenfalls in der "Presse" der frühere FPÖ-Justizminister Harald Ofner auf Distanz zu den Haider-Kritiken an VfGH-Präsident Ludwig Adamovich. Der Justizsprecher erklärt, das VfGH-Erkenntnis richte sich an den Bundesgesetzgeber. Zwar könne auch "jeder andere" dazu Äußerungen abgeben, diese seien aber "nicht maßgeblich". Ofner hält die geltende 25-Prozent-Klausel für die Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln für zu hoch. Er rechnet mit einer Reduktion auf zehn Prozent, wie dies der VfGH vorschreibt. (APA)