Die Münchner Kirch-Gruppe hat ihre Beteiligung am italienischen Medienkonzern Mediaset verkauft. Der Erlös für den Anteil von 1,28 Prozent belaufe sich auf 120 Mill. Euro (1,65 Mrd. S), teilte KirchMedia am Mittwoch mit. Der Verkauf sei im Rahmen der Konzentration der Geschäftsaktivitäten von Kirch auf den deutschsprachigen Raum erfolgt. Die Transaktion wurde den Angaben zufolge von der Investmentbank JPMorgan arrangiert. Der Mediaset-Konzern des italienischen Präsidenten Silvio Berlusconi ist seinerseits an KirchMedia mit 2,3 Prozent beteiligt. Kirch muss nach Angaben aus Finanzkreisen bis Mitte Jänner einen Kredit der Dresdner Bank in Höhe von 900 Mill. DM (460 Mill. Euro/6,33 Mrd. S) zurückzahlen. Übernahme von ProsSiebenSat.1 Kirch will die Sendergruppe ProSiebenSat.1 AG im Frühjahr komplett übernehmen und im Juni selbst an die Börse gehen. Die Beteiligung an dem profitablen spanischen Sender Telecinco soll dagegen ebenfalls verkauft werden. Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten, sagte eine Sprecherin. Das Medienimperium von Leo Kirch ist mit mehreren Milliarden Mark verschuldet und durch sinkende Gewinne und Expansionspläne des US-Medienriesen John Malone unter Druck geraten. (APA/Reuters/AP)