Wien - Die Panspermia-Theorie, wonach das irdische Leben - oderwenigsten die Vorläufersubstanzen dazu - aus dem All kam, erhält neueNahrung. Wie NASA-Wissenschafter George Cooper in der Wissenschaftszeitschrift "Nature" berichtet,fanden sich in zwei Meteoritenproben zuckerähnliche Substanzen.Zucker bilden das Rückgrat der Moleküle der Erbsubstanz DNA und RNA. Die Forscher nahmen dazu die kohlenstoffreichen Murchinson- undMurray-Meteoriten unter die Lupe. Diese Meteoriten wurden schon zuvoreingehend untersucht, unter anderem fanden sich darin Aminosäuren,die Bausteine von Proteinen - Eiweißen. Die Verbindungen, die jetztnachgewiesen werden konnten, sind so genannte Polystole, naheVerwandte von Zuckern. Sie werden kommerziell als Zucker-Ersatzstoffe(etwa Sorbitol) eingesetzt. Die neuen Erkenntnisse des NASA-Wissenschafter stützen Ansichten,wonach die Bestandteile des Lebens zu Zeiten der jungen Erdebuchstäblich vom Himmel fielen. Abgesehen von ihrer Funktion in derErbsubstanz waren Zucker vermutlich auch die ersten Energiespeicherder Lebewesen. (APA)