Wellington - Das neuseeländische Parlament hat durch einen Fehler im Gesetzestext am Donnerstag versehentlich de facto die Prohibition eingeführt. Nach dem neuen Gesetz droht jedem, der in der Öffentlichkeit Alkohol trinkt oder bei sich führt, eine Geldstrafe von umgerechnet rund 230 Euro (230 Euro/3.165 S), berichteten neuseeländische Medien. Eigentlich hätte es "und" statt "oder" heißen sollen. Ein Regierungssprecher räumte den Fehler ein und versicherte, dass die Behörden auch künftig gegen niemanden vorgehen werden, der Alkohol offen mit sich herumträgt. "Es gibt nicht die geringste Chance, dass das passieren wird. Sie (die Polizei) hat zu viel zu tun, um sich um jeden mit einem Sixpack auf der Straße zu kümmern." Das Gesetz soll den örtlichen Behörden ermöglichen, Trinken in der Öffentlichkeit zu verbieten. Es war eilig verabschiedet worden, um noch vor Weihnachten und Neujahr in Kraft zutreten. Zu diesen Anlässen war es in der Vergangenheit in Parks und an Stränden wiederholt zu ausschweifenden Partys gekommen. (APA/dpa)