Linz - "Ökostrom" für insgesamt 1.300 Haushalte werden in Redlham (Bez. Vöcklabruck) aus den Deponiegasen der örtlichen Abfalldeponie erzeugt. Die oberösterreichische Energie AG und die AVE, eine gemeinsames Tochterunternehmen von Energie AG und RWE Umwelt, würden mit diesem Verfahren neue Maßstäbe in der alternativen Stromgewinnung setzen, so Leo Windtner, Vorstandsvorsitzender der Energie AG, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Geschäftsführer der AVE, Helmut Ehrengruber, am Donnerstag in Linz. Der in Redlham gelagerte Müll würde dort nicht nur entsorgt sondern auch sinnvoll und umweltfreundlich genutzt werden, so die Firmenvertreter. Die bei der Deponierung der Abfälle entstehenden Gase werden abgesaugt, gesammelt und in einem neu errichteten Blockheizkraftwerk zur Gewinnung von Strom und Nahwärme genutzt. "Das erklärte Ziel der AVE ist es, Abfallwirtschaft ökologisch und ökonomisch zukunftsorientiert zu betreiben", so Ehrengruber. Durch die neue Anlage könne man 300 Kubikmeter Deponiegase in einer Stunde verarbeiten, so Windtner. Die beim Verbrennungsprozess entstehende Abwärme wird mittels Nahwärmeleitung zur Beheizung der am AVE-Standort befindlichen Büros und Werkstätten eingesetzt. Das Verfahren, das in Redlham eingesetzt wird, stelle eine wesentlich geringere Umweltbelastung dar, da die sonst schädlichen Gase gesammelt und sinnvoll wieder verwertet werden, so die Betreiber. (APA)