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Washington - Der Wiederaufbau Afghanistans dürfte in dennächsten zweieinhalb Jahren ca. 46 Milliarden Schilling kosten. Das geht aus einer erstenSchätzung der Weltbank, des UNO-Entwicklungsprogramms (UNDP) und derAsiatischen Entwicklungsbank hervor, die am Donnerstag veröffentlichtwurde. Die Organisationen wollen so schnell wie möglich 1,5 MillionenKinder einschulen lassen und die Wasserversorgung für 15.000Haushalte wieder herstellen. Das Land muss von Minen geräumt und dasStromnetz repariert werden. Um die Kinder- und Müttersterblichkeit zusenken, muss der Gesundheitssektor aufgebaut werden. Agrarprogrammeseien nötig, um die Nahrungsmittelproduktion anzuschieben, heißt esin dem Papier der Organisationen, das in Brüssel einem Komitee vonGeberländern vorgelegt wurde. Nach den Erhebungen der Organisationen sterben in Afghanistan einViertel der Kinder vor ihrem fünften Geburtstag, eine von zwölfFrauen stirbt bei der Geburt. Nur sechs Prozent der Mädchen werdeneingeschult. 1993 hatten nur sechs Prozent der AfghanenStromversorgung, auf 1.000 Einwohner kamen zwei Telefone.(APA/dpa)