Wien - Der Weihnachtsbesuch von Bürgermeister Michael Häupl im Caritas-Flüchtlingslager in der Hammerlinggasse hat zwei Geschichten. Die nette: Über den Politiker, der seinesgleichen gerne "rollt" und Bedürftigen dann einen "Wuzler" bringt. Die unangenehme: Caritas-Direktor Michael Landau kritisierte die Regierungspolitik scharf: "Es ist enttäuschend und befremdend, dass die klare Weihnachtsbitte von Kardinal Christoph Schönborn, die Familienzusammenführung aus der Quote herauszunehmen vom Herrn Bundeskanzler nicht einmal ignoriert worden ist." Dies sei "ein Armutszeugnis für das ,Familienland Österreich'". Häupl nickte - dann wurde gewuzelt: Denen, die es im Warmen mit den ihren tun können, tut das gut. (rott,DER STANDARD Print-Ausgabe 21.12.2001)