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Arafat bei der letztjährigen Mitternachtsmette in Bethlehem

foto: apa/epa/hussein
Jerusalem - Als Strafe für die anhaltende Gewalt will Israel Palästinenserpräsident Yasser Arafat nach einem Radiobericht zu Weihnachten nicht nach Bethlehem lassen. Arafat müsse erst die Mörder des vor neun Wochen getöteten Tourismusministers Rechavam Zeevi festnehmen, berichtete der israelische Rundfunk am Freitag unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter. Ansonsten werde ihm keine Erlaubnis erteilt. Arafat nahm bisher jedes Jahr an den christlichen Weihnachtsfeierlichkeiten in Bethlehem teil. Der Regierungsvertreter forderte Arafat laut dem Bericht zudem auf, den Chef der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) festzunehmen. Die PFLP hatte sich zu dem Attentat auf Zeevi bekannt. Die israelische Armee hält Arafat seit dem 3. Dezember in Ramallah fest. Ein Sprecher des römisch-katholischen Patriarchen kritisierte die Entscheidung Israels. Er hoffe sehr, dass Arafat an der Weihnachtsfeier teilnehmen könne. (APA)