Um die zu erwartenden Anfangsschwierigkeiten mit dem Restgeld beim Übergang auf den Euro zu vermeiden, haben zahlreiche französische Tageszeitungen ein Punktekarte-System für ihre Kunden eingeführt. Le Monde etwa bietet eine Zehn-Punkte-Karte an, die bereits jetzt mit Franc angekauft und im nächsten Jahr für den täglichen Erwerb der Abendzeitung verwendet werden kann. Außer Le Monde nehmen an der Initiative etwa ein Dutzend Regionalzeitungen teil.Aufrundung Die meisten nationalen Tageszeitungen runden ihren Preis anlässlich der Euro-Einführung auf, um die Rückgabe des Restgeldes zu erleichtern. Die Preisanhebung betrifft acht der insgesamt 13 nationalen Tageszeitungen im Lande. Die beiden Wirtschaftstageszeitungen Les Echos und La Tribune kosten ab 1. Jänner 2002 1,20 anstatt 1,14 Euro. Die selbe Preisanhebung erfahren auch Liberation und L'Humanite. La Croix ist für 1 Euro anstatt 99 Cent erhältlich, Aujourd'hui en France ( die nationale Ausgabe des Parisien) kostet 65 anstatt 64 Cent und France Soir hebt den Preis von 91 auf 99 Cent an. Zu einer Abrundung konnte sich kein nationales Blatt entscheiden, allerdings rechnen vier Zeitungen ihren Franc-Preis genau in Euro um. Es handelt sich um die Sporttageszeitung L'Equipe (0,75 Euro), die Sonntagszeitung Le Journal du Dimanche (1,25 Euro mit Regionalbeilage in Paris und 1,10 Euro ohne Beilage in der Provinz), Le Monde (1,20 Euro) und die Fachzeitung für Pferderennen Paris-Turf (1,14 Euro). Nur Le Figaro hat ihren künftigen Preis noch nicht bekannt gegeben. Die meisten Wochenmagazine haben ihren Preis dagegen leicht abgerundet. So kostet Paris Match etwa 2,20 anstatt 2,21 Euro, Le Nouvel Observateur und Le Point kosten 3 anstatt 3,05 Euro. Die satirische Wochenzeitschrift Le Canard Enchaine senkt ihren Preis von 1,22 auf 1,20 Euro. Nur L'Express hebt den Preis von 2,74 auf 2,80 Euro an. (APA)